Nationalrat ermöglicht satte Monopolgewinne

  • 04. Mai 2015
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Schon wieder verhilft der Nationalrat der Pharma-Industrie zu satten Monopolgewinnen zu Lasten der Prämienzahlenden und der an seltenen Krankheiten Erkrankten. Der Bundesrat warnte, mit dem heutigen Entscheid würden die Pharmafirmen die Zulassung für immer engere Anwendungsbereiche beantragen um eben vom Monopol der Marktexklusivität zu profitieren.

Das für die hochprofitable Pharma-Industrie zugeschusterte Monopol hat negative Folgen für die Allgemeinheit:

  1. Es wird zwar mehr Medikamente für seltene Krankheiten geben. Aber nicht, weil mehr geforscht wird, sondern weil die Zulassungen aufgesplittert werden, um vom Monopol zu profitieren und die Preise in die Höhe zu treiben.
  2. Es wird pro seltene Krankheit nur noch ein Medikament geben, weil das Monopol verhindert, dass weitere auch gute Medikamente auf den Markt kommen.
  3. Das Monopol wird andere Firmen von der Forschung an besseren Therapien abschrecken.
    Fazit: weniger Forschung für die Behandlung seltener Krankheiten, dafür höhere Preise für Medikamente und höhere Kosten fürs Gesundheitswesen.

Mehr Wissen und mehr Medikamente zur Bekämpfung seltener Krankheiten, ist mir ein grosses Anliegen. Die beschlossene Monopolwirtschaft bewirkt leider gerade das Gegenteil. Sehr, sehr schade sowohl für die Kranken wie für die Versicherten.

Bild: Andrea Damm / pixelio.de

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