Kantonswechsel soll seinen Schrecken verlieren – Ja zum HarmoS-Konkordat

  • 10. September 2010
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Kantonswechsel soll seinen Schrecken verlieren –  Ja zum HarmoS-Konkordat

Harmos Ja«In der Schweiz ist das so.» «Wie denn?» «Nun, das ist von Kanton zu Kanton verschieden.» Dieser Witz über die Gepflogenheiten der Schweiz ist vielen wohlbekannt. Der Föderalismus hat die Schweiz zusammenwachsen lassen und sie stark gemacht. Die Verschiedenheit der Kantone bleibt erhalten. Das ist gut so. Veränderungen in Gesellschaft und Arbeitswelt verlangen jedoch laufend zu überdenken, ob 26 verschiedene Systeme in allen Bereichen Sinn machen.

HarmoS setzt nun um, was 86 Prozent der Stimmberechtigten in der eidgenössischen Volksabstimmung 2006 bejaht haben: Verbindliche Eckwerte für die Volksschule. Der Schuleintritt, die Stufen und Abschlüsse sollen einheitlich werden, ebenso die Lehrpläne und Lehrmittel für die verschiedenen Sprachregionen. Am 26. September stimmen wir über die Vereinbarung ab, die obligatorische Volksschule in allen Kantonen harmonisch zu vereinheitlichen. 13 Kantone haben dieser Vereinbarung bereits zugestimmt. Damit verliert ein Wohnortswechsel in einen anderen Kanton für Kinder und Eltern den Schrecken. Weil Lehrpläne und Lehrmittel in allen Kantonen angeglichen werden, erwachsen den Kindern keine Nachteile mehr.

Die heutige Gesellschaft und deren Arbeitswelt verlangt von uns mehr Mobilität. Mit der Durchlässigkeit der Schulsysteme und deren Inhalte bringt HarmoS eine echte Verbesserung. Damit schaffen wir die optimalen Grundbedingungen für eine zeitgemässe Volksschule, die den Veränderungen in Gesellschaft, Erziehung und der Vielfalt von Familienmodellen und Arbeitsteilung Rechnung trägt. Die Kinder stehen im Mittelpunkt.

Die frühe ganzheitliche Förderung ihrer persönlichen Entwicklung wird durch eine einheitliche Volksschule noch stärker unterstützt und begleitet. Der zweijährige Kindergarten mit einem fliessenden Übergang in die Primarschule ist deshalb unbedingt zu befürworten. HarmoS bringt für die Schulkinder im Kanton Solothurn keine grossen Veränderungen, sicher aber klare Verbesserungen.

Die Kinder gehen, wenn es ihrer Entwicklung entspricht, wie bisher ab dem fünften Lebensjahr in den Kindergarten. Alle Kinder erhalten mit HarmoS die Chance, in ihrer wichtigsten Entwicklungsphase gefördert zu werden, neue Erfahrungen zu machen und zusammen mit Gleichaltrigen ihre sozialen und sprachlichen Fähigkeiten zu entwickeln.

Die Bildung und Entwicklung der Kinder ist zentral für ihre Zukunft und damit für die Zukunft von uns allen. Erstmals streben die Kantone gesamtschweizerisch die gleichen Ziele in Sachen Bildung an. Die nationalen Bildungsstandards sind für Lehrpläne und Lehrmittel verbindlich. Für die Qualität und Weiterentwicklung sind Bund und Kantone gemeinsam verantwortlich. Bereiten wir einen guten Weg für unsere Kinder – sagen wir Ja zur Harmonisierung der Bildung im Interesse der Chancengleichheit für alle Kinder in unserem Land.

 

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