Für ein gesundes Alter

  • 24. Mai 2007
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Gesundheitsförderung und Prävention bei älteren Menschen muss zu einer Priorität der Gesundheits- und Alterspolitik  werden. Nur so lassen sich Behinderung und Krankheit in der älteren Bevölkerung verhindern, nur so kann die Lebensqualität im Alter gesteigert werden und nur so lassen sich auch Kosten sparen.

Das ist das Ziel der Pro Senectute. Sie will Gesundheit, Autonomie und Lebensqualität im Alter fördern, z.B. mit dem Projekt Sanaprofil.

Verbesserungen im Gesundheitsverhalten wie in der Gesundheitsvorsorge sind notwendig und möglich. Das zeigen die Ergebnisse des Projekts SO!PRA, des Solothurner Projekts zur Förderung der Gesundheit im Alter. Deutlich sind die Verbesserungen z.B. im Bereich der Vorsorge von Krebs – und Herzkreislauferkrankungen, bei der  Bereitschaft für Impfungen gegen Grippe und Lungenentzündungen und bei den körperlichen Aktivitäten
Diese positiven Erfahrungen sind die Grundlage für die Realisierung des Projekts Sanaprofil im Kanton:

SANAPROFIL, das Nachfolgeprojekt von SO!PRA ist eine Antwort auf die schweizerische Gesundheitsbefragung, die bei vielen älteren Personen Defizite im Gesundheitsverhalten aufzeigte. Erkenntnisse, die Auftrag an Gesellschaft und Politik sind, in der Gesundheitsförderung im Alter vorwärts zu machen –  zur Stärkung der Gesundheit und der Autonomie im Alter –  für ein gesundes Alter

Alter ist nicht einfach Schicksal, das mit fortschreitender Dauer in die Pflegebedürftigkeit führt – Alter ist gestaltbar. Gesundheitsförderung und Prävention, können die Zahl  beschwerdefreier Lebensjahre erhöhen und Abhängigkeiten hinauszögern.

Sanaprofil – Für ein gesundes Alter
Das Projekt arbeitet mit einem Fragebogen für ein Gesundheitsprofil, mit präventiven Hausbesuchen, mit allfällig notwendigen geriatrischen Abklärungen, praktischen Hilfen und Angeboten auch im sozialen Bereich. Pro Senectute bisher nicht direkt in der Prävention tätig, verfügt über eine grosse Palette von sozialen Beratungsangeboten und Dienstleistungen. Gerade damit ist die Pro Senectute als Fachorganisation für Altersfragen ein wichtiger Teil der Gesundheitsförderung, hat doch Gesundheit immer auch soziale Aspekte. Wer integriert ist, sich kulturell interessiert, wer sich körperlich bewegt, Kontakte pflegt und Besuche bekommt, wer seine Fragen und Probleme angeht, der hat die besseren Chancen, ein im umfassenden Sinn gesundes Leben führen zu können. Anregungen des Gesundheitsförderungsprojekts können also bei Pro Senectute konkret umgesetzt werden.

Der Pro Senectute geht es zu allererst darum, die Lebensqualität im Alter zu fördern, mit Beratungen, Hilfestellungen und ärztlichen Abklärungen die Eigenverantwortung zu stärken und mitzuhelfen, dass man im Alter möglichst lange gesund und selbständig bleiben kann.

Heute leben in der Schweiz rund 180’000 pflegebedürftige ältere Menschen. Ihre Zahl wird bis zum Jahr 2050 um mehr als das Zweieinhalbfache zunehmen. Die Förderung der Gesundheit im Alter ist ethisch- menschlich und volkswirtschaftlich ein Muss. Die hohen Kosten für medizinische Eingriffe, für die Pflege in Heimen oder Spitälern machen auch politisch Gesundheit stärkende Massnahmen unabdingbar.

Als die Pro Senectute Kt. SO vom Projekt EIGER des NFP 32 (1992-98) „Alter“ hörte, lud sie den Projektleiter Prof. Stuck an eine Veranstaltung nach Solothurn. Wir hofften, so im Kanton Solothurn ein ähnliches Projekt ins Rollen zu bringen, eine Alterspolitik weg von der reinen Pflegeversorgung hin zu gezielten Aktivitäten für ein gesundes Alter. Wir nahmen damit wohl etwas auf, worüber im Rathaus auch nachgedacht wurde. So bahnte sich bald eine Partnerschaft Kanton – Pro Senectute – Prof. Stuck von der geriatrischen Universitätsklinik Bern an. Heute engagieren sich auch Pro Senectute Schweiz und die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz. Selbst der Bundesrat hat vom Parlament den Auftrag, Gesundheit und Autonomie im Alter zu fördern. (Motion Bea Heim).

Start SANAPROFIL , 24. Mai 2007
Der Kanton Solothurn gibt heute die Initialzündung für diesen vielversprechenden Gesundheitspfad, den er zusammen mit der Pro Senectute Kanton Solothurn, dem Spitexverband und der Gesundheitsförderung Schweiz, auf der Basis der Forschungsarbeiten von Prof. Stuck, Geriatrie Universität Bern, gehen will.

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