Spitzenmedizin: 2 Transplantationszentren sind genug

  • 18. Juli 2005
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Im Standortkampf um die Spitzenmedizin fanden die Kantone keine Einigung. Zum Glück für die Patienten und Patientinnen. Wir brauchen nicht mehr Zentren sondern weniger

. Der Grundsatz „Übung macht den Meister“ gilt nämlich auch in der Medizin. Höhere Fallzahlen pro Zentrum führen zu mehr Erfahrung, zu mehr Kompetenz und zur Minimierung der Risiken. Aus Sicht der optimalen Behandlungsqualität bringen weniger Zentren mehr Sicherheit und Fachwissen. Auch die hochspezialisierte Medizin hat primär im Dienste der Kranken zu stehen. Für die Patienten/-innen ist eine stetige Steigerung der Qualität von überlebenswichtiger Bedeutung. Die Spitzenmedizin ist zudem das teuerste Segment der Medizin überhaupt. Darum sind Qualitätsaspekte auch aus Kostenüberlegungen zentral.

Fazit: ein bis max. zwei Transplantationszentren sind genug für die Schweiz.

Die Kantone konnten sich nicht einigen. Sie scheiterten am Prestigedenken, wissend, dass sie damit einen Entscheid des Bundes provozieren. So steht es im Transplantationsgesetz, weil die Spitzenmedizin zu teuer und zu komplex ist für politische Regionalkämpfe.

Die Schweizer Spitzenmedizin steckt in der Sackgasse, der Bund muss nun handeln.

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